Alarm wegen Hungersnot in Somalia
Mogadischu, 20. Februar (Hibya) - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) teilte mit, dass Millionen Menschen in Somalia von schwerem Hunger bedroht sind. Die Organisation warnte, dass ohne dringende Finanzierung die Nahrungs- und Ernährungshilfe innerhalb weniger Wochen eingestellt werden könnte.
Somalia steht aufgrund von zwei aufeinanderfolgenden ausgefallenen Regenzeiten, Konflikten und rückläufiger humanitärer Finanzierung vor einer der schwersten Hungerkatastrophen der letzten Jahre. Rund 4,4 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit auf Krisenniveau, davon kämpfen etwa 1 Million mit schwerem Hunger.
Der Direktor für Notfallvorsorge und -reaktion des WFP, Ross Smith, sagte: „Familien haben alles verloren, und viele stehen am Rande des Überlebens. Ohne dringende Nahrungsmittelhilfe wird sich die Lage rasch verschlechtern.“
Aufgrund der Finanzierungslücke musste die Organisation die Zahl der unterstützten Personen von 2,2 Millionen auf 600.000 reduzieren. Auch die Ernährungsprogramme wurden erheblich gekürzt. Das WFP benötigt 95 Millionen US-Dollar an dringender Finanzierung für den Zeitraum März bis August 2026.
Smith betonte: „Sollte die Hilfe eingestellt werden, werden die humanitären, sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Folgen verheerend sein. Dringende Unterstützung ist notwendig, um eine vermeidbare Katastrophe zu verhindern.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
