Die ESA fotografiert Sternhaufen in der „Verlorenen Galaxie“
Istanbul, 25. November (Hibya) – Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat die Spiralgalaxie NGC 4535 im Sternbild Jungfrau (The Maiden) aufgenommen, die sich in rund 50 Millionen Lichtjahren Entfernung befindet.
In der Erklärung der ESA hieß es: „Diese Galaxie erhielt den Namen ‚Verlorene Galaxie‘, weil sie bei Beobachtung mit einem kleinen Teleskop äußerst blass erscheint. Mit seinem 2,4-Meter-Spiegel ist das Hubble-Teleskop hervorragend ausgestattet, um schwache Galaxien wie NGC 4535 zu beobachten und Merkmale wie ihre riesigen Spiralarmen und den zentralen Sternbalken sichtbar zu machen“, und weiter:
„Auf diesem Hubble-Bild sind die jungen Sternhaufen von NGC 4535, die ihre Spiralarmen schmücken, deutlich zu erkennen. Die meisten der hellen blauen Sterne sind von leuchtend rosa Wolken umgeben. Diese Wolken, sogenannte H-zwei-Regionen (HII), weisen darauf hin, dass die Galaxie besonders junge, heiße und massereiche Sterne beherbergt, die unter hochenergetischer Strahlung leuchten. Massereiche Sterne erschüttern ihre Umgebung stark, indem sie ihre Geburtswolken erwärmen, mächtige Sternenwinde erzeugen und schließlich als Supernova explodieren.“
Weiter wurde erklärt, dass das Hubble-Bild Daten aus einem Beobachtungsprogramm enthält, das etwa 50.000 HII-Regionen in benachbarten Sternentstehungsgalaxien wie NGC 4535 katalogisieren soll. Zudem wurde daran erinnert, dass ein früheres Bild von NGC 4535 im Jahr 2021 veröffentlicht wurde, und hinzugefügt:
„Sowohl das Bild aus dem Jahr 2021 als auch das heutige Bild basieren auf Beobachtungen aus dem PHANGS-Programm, das die Beziehungen zwischen jungen Sternen und kaltem Gas verstehen soll. Das heutige Bild erweitert unser Wissen über NGC 4535, indem es das leuchtend rote Licht der Nebel einfängt, die massereiche Sterne in den ersten Millionen Jahren ihres Lebens umgeben.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
