Europäische Börsen eröffneten wie erwartet im Plus
Istanbul, 20. Februar (Hibya) - Die europäischen Börsen eröffneten am Freitag wie erwartet im Plus, während Anleger weitere Wirtschaftsdaten und Gewinnberichte prüften und zugleich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verfolgten.
Europaweit stieg der Stoxx 600-Index kurz nach Handelsbeginn um 0,1 %, während Londons FTSE 100 und der französische CAC 40 um 0,3 % zulegten. Der deutsche DAX notierte unverändert.
Am Freitag werden weitere europäische Unternehmen, darunter Air Liquide, Danone, Sika, Anglo American und die Kingspan Group, ihre Geschäftszahlen vorlegen.
Der Bergbaukonzern Anglo American meldete für 2025 ein bereinigtes operatives Ergebnis von 6,4 Milliarden US-Dollar nach 6,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Ausschlaggebend waren die starke Entwicklung bei Kupfer und hochwertigem Eisenerz sowie erhebliche Kosteneinsparungen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar im Jahresverlauf. Die Nettoverschuldung sank auf 8,6 Milliarden US-Dollar.
Aufgrund schwieriger Marktbedingungen verzeichnete der Konzern jedoch einen Nettoverlust von 3,7 Milliarden US-Dollar, der größtenteils auf eine Wertminderung vor Steuern in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar bei der Diamantensparte De Beers zurückzuführen ist. Anglo-American-CEO Duncan Wanblad erklärte, das Unternehmen habe Fortschritte bei der Abspaltung von De Beers erzielt.
Anleger analysieren zudem Konjunkturdaten, darunter die britischen Einzelhandelsumsätze, die deutschen Erzeugerpreise sowie vorläufige PMI-Indikatoren für Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die Eurozone.
Nach Angaben des britischen Statistikamts (ONS) dürften die Einzelhandelsumsätze im Januar 2026 auf 1,8 % gestiegen sein, verglichen mit 0,4 % im Dezember 2025, was auf eine Belebung der Wirtschaft hindeutet. Zudem nahmen die Verkaufsvolumina im Jahresvergleich um 4,5 % zu.
Am Freitag veröffentlichte Daten zu den britischen Staatsfinanzen zeigten, dass der öffentliche Sektor im Januar 2026 einen Überschuss von 30,4 Milliarden Pfund (40,8 Milliarden US-Dollar) verzeichnete – doppelt so viel wie im Vorjahr. Seit Beginn des im April 2025 gestarteten Haushaltsjahres belief sich die Staatsverschuldung auf 112,1 Milliarden Pfund, was 11,5 % weniger ist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Nach Veröffentlichung der Daten fiel das britische Pfund um 0,1 % gegenüber dem US-Dollar auf 1,344 Dollar. Die Renditen britischer Staatsanleihen, bekannt als Gilts, stiegen leicht. Die Rendite der zehnjährigen Gilt erhöhte sich um weniger als einen Basispunkt auf 4,376 %, während die zweijährige Gilt um einen Basispunkt auf 3,588 % zulegte.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
