Deniz polisinden Adalar çevresinde 'deniz taksi' denetimi

Özhan Erem, der 1985 seine berufliche Laufbahn im Messewesen begann, erklärte, dass man im Laufe der Jahre erkannt habe, dass die Verbindung von Messeorganisation und Fachverlagswesen ein starkes Modell für Kommunikation und Geschäftsentwicklung schafft. Erem sagte, man habe Publikationen für Einzelhändler in zahlreichen Bereichen herausgegeben, darunter Eisenwaren, Schreibwaren, Autoersatzteile, Feinkost, Elektronik und Haushaltsgeräte. In der Zeit vor dem Internet seien branchenspezifische Informationen über diese Publikationen direkt an die Zielgruppen gelangt.

Erem zufolge bestand der wichtigste Vorteil dieses Modells darin, dass Branchenfachleute, mit denen über die Publikationen das ganze Jahr über Kontakt gehalten wurde, auf den Messen auf derselben Plattform zusammenkamen. Das im Laufe der Zeit entstandene Wissen sowie die aufgebauten Beziehungen und Datenbestände brachten auch neue Medien- und Contentmodelle hervor.

Expo Channel brachte Messewesen und Verlagsgeschäft auf einem Bildschirm zusammen

Erem erklärte, dass die bis 2002 im Messe- und Verlagsbereich gesammelten Erfahrungen die Entscheidung zur Gründung von Expo Channel beeinflusst hätten. Der Fernsehsender habe auf Kanal 45 von Digiturk ausgestrahlt, und ihr Ziel sei es gewesen, Messen nicht nur an physischen Veranstaltungsorten, sondern auch über den Bildschirm einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Erem berichtete, dass sie mit den auf Messegeländen eingerichteten Fernsehstudios und den Programmen „Sektör Meydanları“ Vertreter verschiedener Branchen auf einer gemeinsamen Plattform zusammengebracht hätten. Diese Struktur habe wichtige Erfahrungen in den Bereichen redaktionelle Inhalte, Werbung und Marketing ermöglicht. Dank des für KMU entwickelten Sendemodells hätten sie zudem Kontakte zu organisierten Industriegebieten in verschiedenen Regionen der Türkei aufgebaut und ein Unternehmensnetzwerk mit rund 1.500 KMU geschaffen.

„Bayim Olur musun?“ bringt das Franchise-Ökosystem zum 24. Mal zusammen

Erem erklärte, dass auch die Idee einer Franchise-Messe aus dieser gesammelten Erfahrung entstanden sei. „Bayim Olur musun? – Be My Franchise“ habe sich im Laufe der Jahre von einer reinen Messe zu einer breiteren Ökosystemplattform entwickelt, die Franchisegeber und potenzielle Investoren zusammenbringe. Die Messe findet vom 15. bis 18. Oktober 2026 zum 24. Mal im Eurasia Exhibition Center in Yenikapı, Istanbul, statt.

Erem betonte, dass das Franchisemodell im Gegensatz zum klassischen Produkthandelssystem ein System mit Standards, einer operativen Struktur, Markendisziplin und einem nachhaltigen Wachstumsmodell sei. Auch die Messe habe diesen Wandel im Laufe der Jahre aufmerksam verfolgt.

„Unser wichtigster Aspekt ist, die richtigen Besucher mit den Franchisegebern zusammenzubringen. Die Geschäftsbeziehung entsteht zwischen der Marke und dem Investor; unsere Aufgabe besteht darin, die richtigen Profile auf derselben Plattform zusammenzuführen.“

Das Portal funktioniert das ganze Jahr über wie eine digitale Messe

Erem erklärte, dass das seit rund 20 Jahren im Rahmen von „Bayim Olur musun?“ aktive Portal ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Struktur sei. Marken und potenzielle Investoren könnten nicht nur an den Messetagen, sondern das ganze Jahr über digital miteinander in Kontakt treten. Über Markenseiten, Investorenanträge und einen kontinuierlichen Contentfluss weitet das Portal die Wirkung der physischen Messe auf das gesamte Jahr aus.

Das Franchise-Ökosystem wächst durch neue Akteure

Erem wies darauf hin, dass sich die Franchisebranche nicht mehr ausschließlich um Marken und Einzelinvestoren drehe. Im Wachstumsprozess würden Kapitalstrukturen, strategische Investoren, Unternehmen im Bereich Fusionen und Übernahmen, Berater, Agenturen und Technologieunternehmen zu immer sichtbareren Bestandteilen des Ökosystems.

In diesem Zusammenhang soll der Private Investor Club, der im Rahmen von „Bayim Olur musun? 2026“ eingerichtet wird, neue Kontaktmöglichkeiten zwischen Franchise-Marken und verschiedenen Investitions- und Finanzkreisen schaffen. Erem erklärte, das Ziel bestehe nicht nur darin, das Thema Finanzierung aufzugreifen, sondern auch strategische Partnerschaften, Kapital und institutionelle Kooperationen, die Marken auf ihrem Wachstumspfad benötigen könnten, sichtbarer zu machen.

Erem erklärte außerdem, dass Konferenzen und Podiumsdiskussionen auf der Messe stärker vertreten sein würden. Im Rahmen der Franchise Market Talks sollen Themen wie Markenbildung, Investitionen, internationales Wachstum, Technologie, Geschäftsmodelle der neuen Generation und die Zukunft des Franchisemanagements gemeinsam mit Branchenexperten behandelt werden.

Agenturen werden in der Wachstumskette von Franchise-Marken sichtbarer

Erem erklärte, dass Gastronomie zwar zu den ersten Bereichen gehöre, an die man beim Thema Franchise denke, sich das Ökosystem jedoch inzwischen von Immobilien bis hin zu Dienstleistungsbranchen ausgeweitet habe. Insbesondere Agenturen seien in den vergangenen Jahren für Franchise-Marken wichtiger geworden. Professionelle Unterstützung in Bereichen wie digitale Kommunikation, Performance-Marketing, Contentproduktion, Markenpositionierung und Investorenkommunikation sei für Marken, die an mehreren Standorten wachsen, von entscheidender Bedeutung.

Die neue Route türkischer Franchise-Marken: Globale Märkte

Zur internationalen Expansion türkischer Franchise-Marken erklärte Erem, der Prozess habe durch die Golfmärkte und europäische Länder mit einer großen türkischen Diaspora an Dynamik gewonnen. Heute bildeten Amerika, Europa, die Turkrepubliken und Afrika eine deutlich breitere Wachstumskarte.

Erem erklärte, dass das Interesse an türkischen Marken in Märkten wie Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan weiterhin anhalte und sich auch in Afrika neue Kooperationen entwickelten. Die Kontakte mit dem Franchise Forum im Senegal seien wichtig, um die Grundlage für gegenseitige und langfristige Partnerschaftsmodelle zwischen türkischen Marken und afrikanischen Unternehmern zu schaffen.

Aufruf an junge Unternehmer

Erem lud junge Unternehmer zur Messe ein und erklärte, dass junge Menschen, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und darüber nachdenken, ein eigenes Unternehmen zu gründen, auf der Messe verschiedene Geschäftsmodelle, Markenstrukturen und Investitionsalternativen direkt prüfen könnten.

„Ich bin überzeugt, dass junge Menschen auf jeden Fall neue Ideen gewinnen und von der Messe profitieren werden, wenn sie auf ihrem eigenen Weg unterschiedliche Entscheidungen treffen.“

Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency

 

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